Nutzpflanzen

…ertragreiche Zukunft?

Will man denn wirklich die ertragreichsten Ackerflächen in Baumstreifen umwandeln? Es ist doch offensichtlich, dass der Ertrag der primären Nutzpflanze im Gesamtsystem abnehmen wird, da ihr 5-10 % Fläche genommen werden.

Der Punkt geht an Dich: Der Gesamtertrag der annuellen Nutzpflanze wird auf der Fläche zurückgehen. Aber deshalb gibt es ja den LER.

LER, was?

Dann ließ mal genauer im folgenden Kapitel nach: Land Equivalent Ratio! Da Gehölze unterschiedliche Nischen im Agroforstsystem ausnutzen als das Getreide, können sich Dauerkultur und annuelle Ackerkultur gut ergänzen. In Kürze für Dich: Die Fläche wird effizienter ausgenutzt.  

Hm, das überzeugt mich nicht. Allein der Blick in eine Fläche zeigt doch schon, dass es nicht leicht ist, die Erträge überall zu messen. Vor allem in komplexen Systemen wie diesem.

Komplexe Systeme mit einer komplementären Ressourcennutzung, wenn Gehölzart und Ackerfrucht gut aufeinander abgestimmt sind… Durch Agroforst kann zum Beispiel auch auf für landwirtschaftlich schlecht nutzbaren Teilflächen eine Nutzung betrieben werden. Das sorgt für zusätzlichen Ertrag. 

Zusätzlicher Ertrag, zusätzlicher Nutzungsdruck und vor allem zusätzlicher Aufwand. Die Bäume werden ja nicht nur gepflanzt und geerntet, sondern müssen ja auch gepflegt werden. Was ist mit Witterung, Frost, Fäulnis, die in diesen Systemen zu Ertragsausfall führen? Da sehe ich rote Zahlen. 

Ein biodiverseres Ökosystem hält mehr Antworten auf solche Gefahren und Risiken bereit als eine Monokultur. Das liegt doch auf der Hand.

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